Rückblick auf die GV 2025 der KAB Schweiz

Dieses Jahr stand für die KAB Schweiz eine besondere GV an. Der Vorstand hat in den vergangenen Jahren ein Konzept ausgearbeitet, mithilfe dessen wir versuchen wollen, die KAB mit Mut, Hoffnung und christlicher Verantwortung in die Zukunft zu tragen. Eingeleitet wurde die GV mit einem Podium zum Thema «Werte im Politalltag».

Delegierte aus 15 Sektionen und Kantonalverbänden trafen sich mit Gästen der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz, von Brücke Le Pont, ethik22 und Travail Suisse sowie verschiedenen ehemaligen Engagierten am 18. Oktober in Lenzburg.

Werte im Politalltag

Nationalrätin Maya Bally, Mitte, und Regierungsrat und Landammann Dieter Egli aus dem Aargau eröffneten die GV in einem kurzweiligen und gleichwohl gehaltvollen Gespräch mit Thomas Wallimann, Leiter des ethischen Instituts «ethik22». Gemeinsam gingen sie den Werten in der Politik auf den Grund. «Als Regierungsrat muss ich entscheiden – und da spielen Werte die Rolle des Kompasses» erläuterte Dieter Egli – und Maya Bally erzählte, wie sie den Wert des gegenseitigen Respekts in der Familie mitbekommen hat.

Für beide ist es unabdingbar, dass der gegenseitige Respekt und das Zuhören die Schlüssel für eine lebendige Demokratie sind. Beim Thema «Solidarität» zeigte sich schliesslich, dass die Wertedebatte nicht an der Oberfläche der Begriffe stehen bleiben darf. Denn das gleiche Wort wird mit ganz unterschiedlichen Inhalten gefüllt, die nicht zwingend in die gleiche Richtung weisen. So endete das Gespräch mit der Einsicht, dass noch viel Spannendes zu diskutieren wäre, wenn man auch nur die Zeit dazu hätte.

Das Podium mit Landammann Dieter Egli (SP) und Nationalrätin Maya Bally (Die Mitte), moderiert von Thomas Wallimann (ethik22)

Geschäfte schnell abgehandelt

Die Standardgeschäfte wie die Abnahme von Jahresbericht und Jahresrechnung sowie das Budget wurden allesamt einstimmig angenommen. Im Jahresbericht wurde auch auf die grosse Feier zum 125-jährigen Jubiläum im September 2024 sowie die Produktion des sozialethischen Spiels LeoXIII zurückgeblickt.

Der Blick auf die Finanzen zeigt, dass die Situation schwierig ist, auch wenn das Jahr 2024 dank einer äusserst grosszügigen Spende erfreulich abgeschlossen werden konnte. Deshalb hat sich der Vorstand intensive Gedanken zur Zukunft der KAB Schweiz gemacht.

Der Plan für die Zukunft steht!

Die Delegierten erhielten im Vornherein eine wortwörtlich dicke Post. Der Konzeptbericht im Jahresbericht umfasste 11 Seiten (hier nachzulesen). Es war dem Vorstand wichtig, detailliert über das Vorhaben zu informieren. Er hat neun Ziele formuliert, die etappenweise umgesetzt werden müssen, um zu versuchen, die KAB in die Zukunft zu tragen.

In Kleingruppen wurde intensiv über das Konzept diskutiert und anschliessend im Plenum viele positive und auch kritisch würdigende Wortmeldungen angebracht. Eine Delegierte berichtet, dass es in ihrer Kleingruppe auch eine Stimme gegeben habe, es müsse das Alte sterben, damit etwas Neues entstehen könne. Eine andere Stimme war beeindruckt von der Arbeit des Vorstands und bezeichnete die neuen Ziele als perfekte Vorlage für eine Aktivierung der KAB und auch als Vorbild für die Sektionen.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an das engagierte Helferteam der KAB Würenlos!

Besinnliches und Gemütliches

Im Anschluss gab es eine Besinnung in der Kirche. Derweil bereitete das fleissige Helferteam aus der KAB Würenlos das Mittagessen vor, denn auch das leibliche Wohl darf nicht fehlen. Mit angeregten Diskussionen während dem Essen ging die Schicksals-GV zu Ende.

Die Zukunft kommt bestimmt. Wie wird die Rolle der KAB darin aussehen?


Jonas Sagelsdorff, Verbandssekretär KAB Schweiz

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